Die Rutschhemmklassen und Abriebgruppen


Beim Kauf von Fliesen spielen nicht nur Farbe und Design eine Rolle – auch technische Eigenschaften wie die Rutschhemmung und Abriebfestigkeit sind entscheidend für die richtige Wahl. Diese Kennwerte geben Aufschluss darüber, wie sicher und widerstandsfähig eine Fliese im Alltag ist. In diesem Artikel erfährst du, was hinter den Rutschhemmklassen und Abriebgruppen steckt, wie sie gemessen werden und welche Werte für unterschiedliche Einsatzbereiche empfehlenswert sind.

Rutschhemmklassen

Obwohl Fliesen oft als glatt empfunden werden, gibt es eine Vielzahl an rutschhemmenden Ausführungen, die speziell für erhöhte Sicherheit entwickelt wurden. Die Einteilung erfolgt nach einer einheitlichen DIN-Norm, die verbindlich festlegt, wie rutschhemmend eine Oberfläche ist. Dabei wird zwischen Bereichen mit Schuhnutzung und solchen im Barfußbereich unterschieden.

Pflicht oder Empfehlung?

In öffentlichen Gebäuden und gewerblichen Bereichen ist der Einsatz rutschfester Fliesen in bestimmten Zonen gesetzlich vorgeschrieben – etwa in Eingangsbereichen, Küchen oder Sanitäranlagen. Für private Wohnräume gibt es zwar keine Vorschriften, doch viele Bauherren und Renovierer legen besonders in Feuchträumen wie dem Bad oder WC großen Wert auf eine rutschhemmende Oberfläche – für mehr Sicherheit im Alltag. 

Die Einstufung der Rutschhemmklassen erfolgt in einem genormten Testverfahren: Eine Versuchsperson mit genormten Arbeitsschuhen steht auf einer geneigten, geölten Fliesenfläche. Der Neigungswinkel wird schrittweise erhöht, bis ein Rutschen eintritt – abhängig vom maximal sicheren Winkel wird die Rutschhemmklasse festgelegt.

Im Barfußbereich gelten eigene Sicherheitsklassen: A, B und C. Diese Klassen werden durch ein genormtes Testverfahren ermittelt, bei dem eine Testperson barfuß über eine geneigte, nasse Prüfplatte geht. Der maximale sichere Neigungswinkel bestimmt die Klasse.


Pflegeaufwand

Pflegeaufwand Fliesen mit höherer Rutschhemmung verfügen in der Regel über rauere oder strukturierte Oberflächen – diese sorgen für besseren Halt. Durch ihre Oberflächen können sie minimal pflegeintensiver sein, da sich Schmutz in den Vertiefungen leichter absetzen kann. Daher sollte bei der Auswahl immer ein gutes Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Reinigungsaufwand gefunden werden – insbesondere in Bereichen, die stark frequentiert oder schwer zugänglich sind. Welche Rutschhemmklasse sollten die Fliesen nun haben?

  • Für den privaten Wohnbereich sind Fliesen mit der Rutschhemmklasse R9 oder R10 meist völlig ausreichend.
  • Im Nassbereich in der Dusche oder im Bereich der Badewanne empfiehlt sich die Klasse R10B – wer möchte kann natürlich auch eine höhere Rutschklasse wählen

Die Abriebgruppen

Die Abriebgruppe gibt Auskunft über die Widerstandsfähigkeit gegenüber Beanspruchungen. Je höher die Abriebgruppe, desto robuster ist die Fliesenoberfläche. Es wird folgendermaßen unterteilt:

H1: sehr geringe Beanspruchung, beispielsweise für Schlafzimmer ohne Außenzugang

H2: geringe Beanspruchung, beispielsweise für Wohnräume und Gästezimmer

H3: mittlere Beanspruchung, beispielsweise für Küchen und Flure ohne direkten Außenzugang

H4: starke Beanspruchung, beispielsweise für Eingänge und Flure mit Straßenzugang

H5: sehr starke Beanspruchung, beispielsweise für öffentliche Bereiche und gewerbliche Nutzung

Fliesen mit der Abriebgruppe H1 sind eher für die Wand gedacht, alle weiteren Abriebgruppen von H2-H5 sind sowohl als Wand- als auch Bodenbelag gut geeignet. Je nach Beanspruchung sollten Sie die Fliesen mit der passenden Abriebgruppe wählen. Für den Außenbereich gibt es spezielle Outdoorfliesen.


Falls du noch Fragen hast oder dir unsicher bist, beraten wir dich gerne!


Die Rutschhemmklassen und Abriebgruppen


Beim Kauf von Fliesen spielen nicht nur Farbe und Design eine Rolle – auch technische Eigenschaften wie die Rutschhemmung und Abriebfestigkeit sind entscheidend für die richtige Wahl. Diese Kennwerte geben Aufschluss darüber, wie sicher und widerstandsfähig eine Fliese im Alltag ist. In diesem Artikel erfährst du, was hinter den Rutschhemmklassen und Abriebgruppen steckt, wie sie gemessen werden und welche Werte für unterschiedliche Einsatzbereiche empfehlenswert sind.

Rutschhemmklassen

Obwohl Fliesen oft als glatt empfunden werden, gibt es eine Vielzahl an rutschhemmenden Ausführungen, die speziell für erhöhte Sicherheit entwickelt wurden. Die Einteilung erfolgt nach einer einheitlichen DIN-Norm, die verbindlich festlegt, wie rutschhemmend eine Oberfläche ist. Dabei wird zwischen Bereichen mit Schuhnutzung und solchen im Barfußbereich unterschieden.

Pflicht oder Empfehlung?

In öffentlichen Gebäuden und gewerblichen Bereichen ist der Einsatz rutschfester Fliesen in bestimmten Zonen gesetzlich vorgeschrieben – etwa in Eingangsbereichen, Küchen oder Sanitäranlagen. Für private Wohnräume gibt es zwar keine Vorschriften, doch viele Bauherren und Renovierer legen besonders in Feuchträumen wie dem Bad oder WC großen Wert auf eine rutschhemmende Oberfläche – für mehr Sicherheit im Alltag. 

Die Einstufung der Rutschhemmklassen erfolgt in einem genormten Testverfahren: Eine Versuchsperson mit genormten Arbeitsschuhen steht auf einer geneigten, geölten Fliesenfläche. Der Neigungswinkel wird schrittweise erhöht, bis ein Rutschen eintritt – abhängig vom maximal sicheren Winkel wird die Rutschhemmklasse festgelegt.

Im Barfußbereich gelten eigene Sicherheitsklassen: A, B und C. Diese Klassen werden durch ein genormtes Testverfahren ermittelt, bei dem eine Testperson barfuß über eine geneigte, nasse Prüfplatte geht. Der maximale sichere Neigungswinkel bestimmt die Klasse.

Pflegeaufwand

Pflegeaufwand Fliesen mit höherer Rutschhemmung verfügen in der Regel über rauere oder strukturierte Oberflächen – diese sorgen für besseren Halt. Durch ihre Oberflächen können sie minimal pflegeintensiver sein, da sich Schmutz in den Vertiefungen leichter absetzen kann. Daher sollte bei der Auswahl immer ein gutes Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Reinigungsaufwand gefunden werden – insbesondere in Bereichen, die stark frequentiert oder schwer zugänglich sind. Welche Rutschhemmklasse sollten die Fliesen nun haben?

  • Für den privaten Wohnbereich sind Fliesen mit der Rutschhemmklasse R9 oder R10 meist völlig ausreichend.
  • Im Nassbereich in der Dusche oder im Bereich der Badewanne empfiehlt sich die Klasse R10B – wer möchte kann natürlich auch eine höhere Rutschklasse wählen

Die Abriebgruppen

Die Abriebgruppe gibt Auskunft über die Widerstandsfähigkeit gegenüber Beanspruchungen. Je höher die Abriebgruppe, desto robuster ist die Fliesenoberfläche. Es wird folgendermaßen unterteilt:

H1: sehr geringe Beanspruchung, beispielsweise für Schlafzimmer ohne Außenzugang

H2: geringe Beanspruchung, beispielsweise für Wohnräume und Gästezimmer

H3: mittlere Beanspruchung, beispielsweise für Küchen und Flure ohne direkten Außenzugang

H4: starke Beanspruchung, beispielsweise für Eingänge und Flure mit Straßenzugang

H5: sehr starke Beanspruchung, beispielsweise für öffentliche Bereiche und gewerbliche Nutzung

Fliesen mit der Abriebgruppe H1 sind eher für die Wand gedacht, alle weiteren Abriebgruppen von H2-H5 sind sowohl als Wand- als auch Bodenbelag gut geeignet. Je nach Beanspruchung sollten Sie die Fliesen mit der passenden Abriebgruppe wählen. Für den Außenbereich gibt es spezielle Outdoorfliesen.


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